Zu den letzten Spieltagen

43.Sitzung: DL13 - Drachen der Wahrheit, Teil 2, 01.10.11

11. April 352 A.C.

Die Geschehnisse im Glitzerpalast wurden von den beiden Majere-Brüdern aus unterschiedlichen Sichtweisen aufgezeichnet und berichtet. Raistlins Aufzeichnungen, wie es zum Abschluss der ersten göttlichen Prüfung kam, sind nicht ganz vollständig. Vermutlich hatte er einen Geistesblitz über einen neuen Zauber und vergaß, sein Skript fortzuführen.

Aus den Aufzeichnungen von Raistlin Majere, Träger der Purpurnen Robe

… der Fliegenden Festung und ihren Bewachern entkommen, die Nerven angespannt, folgen wir dem weißen Rehkitz zu seinem Hain hinter den Goldenen Toren mitten in den Bergen vor den Toren Nerakas …


Vor kurzem waren wir in der Gruppe nicht einig wie wir vorgehen sollten, die Ereignisse an einer der fliegenden Festungen saß uns allen noch in den Knochen als wir das Goldene Tor sahen durch das das weiße Rehkitz schreitete. Wir waren uns diesmal einig ihm zu folgen und sahen dahinter eine gewaltige Brücke über den Wolken die zu einem Fels führte auf dem ein beindruckender Palast stand, der Glitzerpalast. Dem wenigen Wissen von Goldmoon und mir nach war hier einer der legendären Orte, an dem sterbliche Wesen in das Reich der sieben guten Götter gelangen konnten. Die Priesterin – die weiseste unter uns – schritt als erste auf die Brücke, ich wollte den Abschluss der Gruppe bilden.


Goldmoon konnte als einzige eine besondere, melodische Stimme hören die sie auf eine Prüfung hinwies bei der es um sieben Edelsteine gehen sollte (die sieben Edelsteine waren ein Symbol für die insgesamt sieben guten Götter im Pantheon). Während das Rehkitz im glitzernden Licht des Palastes hinter der Brücke verschwand erfuhr unsere Priesterin beim Abschreiten der Brücke in den Wolken in einer besonderen Melodie und Glockenspiel das folgende:


Die blaue Weisheit vom Test des Wassers,

die Opalwinde des Mutes,

das rote Herz,

die schwarze Vergangenheit,

des kalten Wassers Flamme,

und das Schleierauge der Zukunft werden siegen.

Die klare Wahrheit und der Segen werden Eure Aufgabe von dortan begleiten.


Am Ende der Brücke wiederholten sich diese Verse immer wieder, sodass Goldmoon uns ihren Inhalt so genau wiedergeben konnte. Die schwebende Plattform mit dem platinfarbigen Palast vor uns ließ alle kurz innehalten – so gewaltig und mächtig war dieses Bauwerk, das wiederum mit Toren aus Platin verschlossen war. Diese waren über 10 Meter hoch und öffneten sich beim Nähern einer Priesterin der guten Götter von selber und gaben den Blick auf eine riesige Halle mit zwei Treppen und einem Balkon in der Mitte frei. Leider waren nicht alle der Gruppenmitglieder konzentriert genug diese Eindrücke ohne lauthalses Kommentieren aufzunehmen. Mein Wunsch nach Stille wurde teilweise erfüllt, Flint und Sturm konnten eine zeitlang weder Geräusche verursachen noch wahrnehmen – die Ruhe war richtig wohltuend.


Nach kurzem Zögern folgen wir alle Goldmoon in die Halle von Paladin (da sicherlich das weiße Rehkitz auch ein Symbol für seine Präsenz war) und nach mir als letztem in der Reihe schließen sich die mächtigen Tore – es gibt kein Zurück, es gibt nur ein Voraus. Worte können gar nicht beschreiben was unsere Augen gesehen haben, die Reliefs und Darstellungen entlang der Wände sind gewaltig und zeigen auch Abbildungen der mächtigen Drachen und wohl auch der Avatare der Hausherren hier. Berem hatte sich sehr unauffällig verhalten, war stiller als sonst und als er an den Fuß der Treppen vor dem Balkon tratt wurde er von vielen grünlichen, magischen Strahlen aus den Geländerläufern am Smaragd an seinem Hals gertroffen. Berem war es nicht mehr möglich sich zu bewegen – ein mächtiges Kraftfeld hatte ihn getroffen. Die vor uns liegenden Aufgaben mussten wir ohne seine Hilfe meistern.

Versuche von Tanis und mir diese Kraftstrahlen zu unterbrechen oder umzulenken scheiterten, ebenso wie Flint's Ansinnen die gewaltigen Tore nach außen aufzubekommen – diese hatten nicht einmal Griffe oder einen sonstigen sichtbaren Öffnungsmechanismus.


Tika und nach ihr Flint untersuchten auf dem Balkon den gewaltigen Thron, der nicht für Menschen sondern für große Wesen (die so um die 5 Meter groß wären) gemacht. Auffallend sind in den Armlehnen des Thrones vier gewaltige Vertiefungen, die Edelsteinfassungen sein könnten: eine rote, eine blaue, eine grüne und eine gelbe. Während der Untersuchungen im erhöhten Balkonbereich verändert sich vor den Augen der Hauptgruppe unten zwischen den Treppen die Wand direkt unter dem Thron. Ein Wabern ist Vorbote eines entstehenden Tores, das undurchsichtig in einen anderen Raum führt und von einem großen Platindrachen nun umrahmt wird. Der Platindrache (ebenfalls ein Symbol für Paladin) hatte nach einer Verschiebung der Fresken auf der Wand den Platz für dieses Tor geschaffen. Eine seiner Krallen war nun den Rand des magischen Tores vor uns.


Wie immer an solch entscheidenden Stellen war wir uns nicht sofort einig ob wir alle hineingehen sollten oder nicht – den Anfang machten diesmal Goldmoon und Sturm, alle anderen folgten kurz darauf. Ich war nun der letzte in dieser Halle und konnte nochmals einen letzten Blick um mich herum werfen bevor auch ich den Weg der Prüfung betrat.


Wir alle landeten in einem Art Zellentrakt, der kniehoch mit Wasser gefüllt war. Flint, Riverwind, Caramon und Laurana waren in einer Einzelzelle gefangen und in ihrer Nachbarschaft Goldmoon mit Sturm, Tanis mit Tika und Tolpan mit mir. Die achte Zelle war ebenfalls gefüllt und man konnte dort einen Gnom an einem Tisch sitzend sehen (war übrigens der einzige Tisch hier unten). Das Wasser selber war ständig in Bewegung und zwar von Süden nach Norden. Die Brachialgewalt von Flint, Caramon und Riverwind sprengten die Zellenschlösser ohne größere Probleme und alle wollten ziemlich schnell mit dem komischen Gnom sprechen. Diesem konnten wir abkürzend einen Teil seines Namens entlocken (offenbar war die vollständige Namensgebung abendfüllend), sodass ich mir nur Gnip der Gnom notierte. Seine Arbeit bestand aus einer Neugestaltung des Zellentraktes – sehr verwirrend und vor allem sehr unverständlich. Die beständigen Fragen störten den kleinen Mann offenbar in seiner Arbeit. Das Wegziehen des Tisches durch mich konnte ihn aber auch nur kurzzeitig aus dem Takt bringen. Von diesem Gnom konnten wir nur eines erfahren: Er weiß nichts und muss erstmal nachdenken …


Bei der Erkundung der Umgebung folgen wir zunächst der Quelle des Wassers und finden eine Wendeltreppe die nach oben führt sowie davor zwei Podeste auf denen trockenen Fusses je drei Tonstatuen stehen. Flints Versuch zu diesen zu gelangen wird abgebrochen, als diese bei der vorletzten (also trockenen) Stufe aktiviert werden – Tongolems und dazu noch drei Stück waren doch des Guten zu viel. Glücklicherweise blieben sie in Ruhe zurück, als der Zwerg wieder den Weg ins ungeliebte Nass fand. Auf der anderen Seite der Zellen (also im Norden) eröffnete sich ein Raum (hinter einem Metallgitter, das aber auch keine großen Probleme machte) mit einem Tisch voller Werkzeug (Bola, Netz, Flaschenwerfer etc.).


Auf Nachfrage von mir entschliesst sich die Gruppe zur Quelle des Wassers zu gehen und begibt sich zum schwierigen Aufstieg der Wendeltreppe im Süden. Die Kämpfer in der Gruppe, allen voran Riverwind, Flint und Sturm überzeugten angesichts der rutschigen Treppenstufen nicht besonders mit Kletterkünsten. Der eine oder auch weitere Fall die Treppe hinunter hinterließ beim Barbaren doch sichtbar Spuren – dabei war es nur ein Kampf mit einer metallernen Hilfe um den Höhenunterschied ins nächste Geschoss zu überwinden. Goldmoon wirkte ein Wunder und bewegte sich die nächste Zeit nur noch schwebend fort. Glücklicherweise setzte nicht ein starker Wind o. ä. Ein, letztendlich war es so aber besonders einfach nach den Herren der Schöpfung die Treppe hinaufzukommen. Alle die jemals eine glatte Treppe ohne Hilfsmittel bezwingen wollen, sollten sich den Ratgeber „Die Abenteurer und die Treppe“ vorher gut durchlesen. Am Ende konnten wir dann dank des Seils von Riverwind die Wendeltreppe hochgehen und die kommenden Räume erkunden. Das ganze Gebäudetrakt war miteinander verbunden, sodass wir am Ende eines Weges (stets dem Wasser entgegen) irgendwann wieder am Anfang bei dem Zellentrakt herausgekommen sind. Sehr verwirrend für uns alle, aber vielleicht war ja „unten ist oben“ auch gültig.


Die Stellen, an denen kein Wasser zu sehen war hatten stets etwas gefährliches:



In diesem letzten Raum der Bibliothek erkundete Sturm eine der beiden Türen (vom Eingang aus gesehen die linke), während Laurana und ich die andere Tür (also rechts vom Eingang) in Augenschein nahmen. Bei Laurana zeigte sich hinter der Tür ein wabernder Raum, in dessen Mitte eine Truhe stand – beim Verweilen fiel mir auf, dass das Wabern geringer wurde und wohl mit der Eigenbewegung des Betrachters zusammenhing. Ich überlegte gerade wie ich geschickterweise dennoch zur Kiste in der Mitte kommen könnte, als bei Sturm plötzlich Schwung in die oft stillen letzten Stunden kam. Sturm entdeckte einen gewaltigen Wandteppich an der Wand des kleinen Raumes hinter der Tür, auf dem eine Elfe von hinten zu sehen war die vor Kummer weinte (vielleicht war das auch die Quelle des ganzen Wassers hier). Die Darstellung war sehr realistisch, fast hätte man meinen können direkt neben der Elfe zu sein und nicht nur einen Wandteppich zu sehen. Der Ritter und Ehrenmann bot verbal seine Hilfe an und sprach die Elfe auf dem Bild an …


Die Reaktion war unverhofft, denn daraufhin sah Sturm in das hassverzehrte Gesicht dieser Elfe, die sich auf dem Wandteppich zu ihm drehte und selbigen in Geisterform verließ. Eine Geisterelfe, vielleicht sogar ein Banshee, in welche Geschichte waren wir hier nur geraten. Die erste Attacke konnte Sturm nicht parieren – seine Rüstung und sein Schild konnten ihm hier nicht helfen. Kälte und böse Magie liesen seine Lebenskraft schwinden – dies war ein tödlicher Gegner. Alle im Raum wurden erst langsam auf diese Gefahr aufmerksam und mussten um ihr Leben kämpfen.


Sturm konnte das Geisterwesen auf Abstand halten, Goldmoon mit ihrer klerikalen Macht beendete schließlich den Spuk und befreite uns von diesem Alptraum.




Aus den Aufzeichnungen von Caramon Majere, Träger der Tausend Schwerter

Man, dieser verdammt Feuerball war schon wirklich nicht von schlechten Eltern. Ohne meinen Bruder wären wir wahrscheinlich jetzt gut durchgebraten. Zum Glück scheint sein Schild das schlimmste verhindert zu haben.
Nachdem wir uns alle wieder aufgerappelt und einigermaßen erholt hatten und der Raum außer ei-nigen Scherben nichts mehr zu bieten hatte, beschlossen wir wieder nach oben zu gehen. Flint und Tika, die den Lärm oben natürlich vernommen hatten, kamen uns auf der Treppe entgegen, wir konnten sie jedoch beruhigen.
Bei unserem Wagen angekommen, stellten wir erstaunt fest, dass unsere Gefangenen offensichtlich Bewusstlos waren. Wie es dazu gekommen ist, konnten wir uns nicht erklären.
Da das weiße Rehkitz aber offensichtlich weiterhin nach Süden drängte und wir die Gefangenen sowieso irgendwie loswerden wollten, ließen wir sie kurzerhand bewusstlos und gefesselt im Turm liegen, sie würden sich beizeiten sicherlich selbst befreien können.

Also weiter nach Süden...

Nach etwa einer halben Tagesreise erreichten wir ein dichtes Wäldchen. Vor uns tat sich ein Weg auf, gerade breit genug, dass wir mit unserem Wagen durch konnten. Wenig später kamen wir zu einer kleinen Lichtung an einem Berghang. Alles wirkte sehr friedlich und ruhig. Meine Gefährten und ich fühlten etwas Besonderes an dieser Lichtung.
Scheinbar hatten wir unser Ziel auch erreicht, denn das Kitz ging geradewegs auf eine, die Lich-tung begrenzende, Bergwand zu, welche sich bereitwillig in einem goldenen Leuchten öffnete.
Natürlich wurde erst darüber diskutiert, ob wir denn nun durchgehen wollen, ob es eine Falle ist oder was wir mitnehmen sollten. Da hinter dem Tor eine Treppe war mussten wir den Wagen hier lassen. Während die anderen also noch weiter redeten, machten Sturm und ich uns auf die Suche nach einem geeigneten Versteck und Material zum Tarnen des Wagens. Leider musste ich mich auch von einigen meiner Waffen trennen, denn ich konnte sie leider nicht alle mitnehmen.
Schweren Herzens packte ich also meinen Zweihänder, den ich bei den Zwergen erhalten hatte, die Elfenklinge, die ich im Grabmal einem der Untoten abgenommen hatte und endlich soweit auf-gepeppt hatte, das sie wieder wie ein richtiges Schwert aussah, das außerordentlich gut gearbeitete Offiziersschwert, dass ich einem von Kitiaras Leuten abgenommen hatte und die Klinge die ich aus Toedes Schatzkammer mitgenommen hatte (ich hoffe, mein Bruder hilft mir dabei sein Geheimnis zu ergründen) sorgfältig in Tücher und verstaute sie neben meinem treuen Blitzspeer aus der Schä-delkappe an einem geschützten Ort im Wagen und hoffte das ich sie auch wieder zu Gesicht be-kommen würde, nachdem wir diese Sache mit dem Rehkitz erledigt haben. Nachdem ich mich noch einmal davon überzeugt hatte, dass der Wagen gut versteckt und getarnt war, ging ich zu den anderen, die offensichtlich von Goldmoon gerade dazu überredet wurden gleich durch das Tor zu gehen, denn sie ging schon einmal vor. Hinter dem Durchgang erwartete uns eine lange Brücke, welche uns zu einem riesigen Palast führ-te. Offensichtlich hatte Goldmoon auch irgendetwas gehört, aber als sie davon erzählte, hörte sich alles so kompliziert an, dass ich das gar nicht alles behalten habe, irgendetwas mit Wasser und Far-ben. Mein Bruder hat sich das bestimmt aufgeschrieben, solche Rätsel mag er doch so gerne.
Hatte ich schon erwähnt dass der Palast wirklich GIGANTISCH war? Alleine die Tür hätten wir alle nebeneinander durchschreiten können. Aber, wer baut denn eine Tür aus Platin? Das ist doch furchtbar unpraktisch und weich. Da würde ich ein Tor aus gutem Stahl und Eichenholz vorziehen, die würde wenigstens auch einem Rammbock widerstehen - vermutlich müssen Götter sich über so etwas keine Gedanken machen.

Die Eingangshalle war, wie das äußere des Palastes, wirklich beeindruckend, überall Wandverzie-rungen und Dekoration. Aber lange bestaunen konnte ich es nicht, denn Berem wurde plötzlich von grünen Blitzen beschossen während gleichzeitig die Tür hinter uns zu fiel. Hm, da wollte wohl je-mand nicht, dass wir wieder zurückgehen. Versuche Berem wieder zu befreien scheiterten leider an der Mächtigkeit dieser Magie, noch nicht einmal mein Bruder konnte da wohl etwas machen... oder er wollte nicht, so genau konnte ich das in letzter Zeit nicht mehr sagen.
Ob es wohl mit dem Zusammentreffen mit Kitiara lag? Er wurde immer stiller je näher wir unserem Ziel die bösen Götter an einer Rückkehr zu hindern kamen.

Warum hatte er sich entschieden, sich von den alten Magierorden abzuwenden?

Ich konnte keine dieser Fragen beantworten, aber sie machten mir Sorgen.

Während wir uns um Berem kümmerten, erkundete meine liebe Tika einen Balkonbereich der der Tür gegenüber lag. Offensichtlich fand sie dort oben einen großen Thron mit vier Edelsteinsockeln. So richtig bekam ich es nicht mit, denn irgendetwas musste sie wohl ausgelöst haben, denn unter dem Balkon öffnete sich eine Tür...Hm, nein das trifft es nicht ganz, eher verschob sich das Wandre-lief um ein Tor zu formen...ich kann das nicht richtig beschreiben, Raistlin ist der der immer die richtigen Worte findet...jedenfalls war da ein Tor wo vorher nur eine Wand war und Tika hat sie gefunden!
Da wir Berem nicht helfen konnten und wir in diesem Raum nicht finden konnten was uns weiter brachte gingen wir durch das Tor. Mein Bruder musste wieder als letztes gehen...wie soll ich ihn denn beschützen, wenn er hinter mir geht? Aber scheint nicht auf mich hören zu wollen...
Nachdem ich wieder etwas sehen konnte, fand ich mich in einer Zelle wieder, genauso wie meine anderen Kameraden. Alles war nass, das Wasser stand Flint etwa bis zu den Knien, ich kann mir vorstellen, dass es nicht sonderlich angenehm für ihn war. Wenigstens stellte die verschlossene Tür kein sonderlich großes Hindernis dar, einmal kurz dran rütteln und sie ging auf. Flint, Sturm und Riverwind hatten ebenfalls keine Probleme mit ihren Tü-ren, und wir befreiten die anderen. In einer dieser Zellen fanden wir einen Gnom, welcher sich hier die Zeit vertrieb, indem er sich Dinge ausdachte um dieses Gefängnis sicherer zu gestalten - stabilere Zellentüren würden wohl reichen, aber es sah ziemlich kompliziert aus, was er da auf seinem Zettel stehen hatte.
Aus einem mir unerfindlichen Grund nahm mein Bruder ihm seinen Tisch weg. Ich sollte ihn fra-gen warum er das getan hat. Der Gnom ließ sich dadurch aber wohl nicht stören und zeichnete ein-fach an der Wand weiter.
Nachdem das also nichts gebracht hat, erkundeten wir die die beiden Gänge die von diesem Zel-lentrakt abgingen. Ein Weg war vergittert, aber ebenfalls so instabil wie die Zellentüren. In dem Raum fanden wir drei Waffen, die ich reichlich unpraktisch fand. Waren wohl Gnomenwaffen. Flint ließ sich eine dieser Waffen erklären, einen Flaschenwerfer, ziemlich beeindruckend, aber eine Armbrust ist mir da doch lieber, zumal Bolzen wesentlich platzsparender zu transportieren sind als Flaschen... Da das Rätsel von Wasser sprach wollten wir uns auf die Suche nach der Herkunft des Wassers machen. Dabei kamen wir an einigen Golems auf zwei Steinpodesten vorbei. Flint versuchte auf eine der Plattformen zu gelangen, als jedoch die Golems anfingen sich zu bewegen ließ er es dann doch bleiben.
Da wir hier in einer Prüfung der Götter waren, wollten wir uns nicht wie Berserker verhalten und alles zerstören was auf unserem Weg lag. Wir gingen also weiter den Gang entlang und kamen an eine Wendeltreppe. Der Aufstieg wurde etwas durch die Tatsache erschwert, dass uns das Wasser entgegen floss, aber schließlich schafften es Goldmoon und Riverwind schließlich doch hinauf und konnten uns mit einem Seil behilflich sein. In diesem Raum gab es ebenfalls eine erhobene trockene Stelle auf der sich zwei Oger stritten, wer von den beiden nun schnarcht. Da sie uns nicht zu beach-ten schienen, kümmerten wir uns vorerst nicht um sie und gingen erst einmal weiter.
Der nächste Raum hielt eine reichhaltig gedeckte Tafel für uns, ebenfalls auf einem trockenen Po-dest, bereit. Da wir davon ausgingen, dass alles im Trockenen gefährlich war, trauten wir uns auch nichts von dem lecker duftenden und unheimlich schmackhaft aussehenden Essen zu kosten. Wenn es wirklich eine Falle war, dann eine den bösen Göttern würdig... Einen Raum weiter trafen wir auf eine riesige Gnomenstatue scheinbar ebenfalls aus Platin. Warum die Götter einem völlig sinnlosen Metall so viel Wert beimessen, wissen wohl nur sie selbst. Ob ich mal Goldmoon danach fragen sollte? Der Raum wurde auch schnell durchschritten und auch die nächsten durchmaßen wir zügig um schnell die Quelle des Wassers zu finden. Leider landeten wir nach einigen Treppen wieder bei unseren Gefängniszellen. Raistlin versuchte es mir zu erklären, aber ich habe ihm nicht zugehört, hatte wohl etwas mit Magie zu tun...
Nachdem der Ansatz nach der Quelle zu suchen fehlgeschlagen ist, und auch aus dem Gnom nichts neues herauszubekommen war, durchsuchten wir die Räume durch die wir vorher gestürmt sind etwas genauer.
In einem waren einige Zwerge die sich nicht bewegen konnten und als dann eine Spieluhr anfing zu spielen begannen sie auch noch zu tanzen. Auch Tika fing plötzlich an zu tanzen...warum hat sie mich nicht gefragt ob ich mitmachen möchte? Das Ganze änderte sich sehr schlagartig, als Flint die Spieluhr zu Kleinholz verarbeitete. Die Tänzer wirkten etwas angeschlagen. Sonst gab es nichts Interessantes hier.
In einem Geheimgang fanden wir einen Raum mit einer traurigen Elfe, die wohl nicht gut auf Sturm zu sprechen war...der Herzensbrecher...daneben gab es noch eine Kammer mit einer Schatztruhe, aus welcher sich Flint die Taschen vollstopfte, nachdem er sich vergewisserte, das es ungefährlich war.
Außerdem fanden wir eine verschlossene Falltür mit einer blauen Vertiefung in der Mitte und ein Tor, das uns in den Himmel führte. Also eigentlich auf ein Plateau bei dem oben ein Vulkan, und am Rand unten der Nachthimmel zu sehen war. Sehr verwirrend.
Einige Bücher fanden wir auch, in denen wohl der Name eines Gnoms stehen sollte. Muss ein verdammt langer Name gewesen sein. Am Ende blieben noch die beiden Räume bei den Ogern und die Golems. Da die Oger näher wa-ren, kümmerten wir uns um diese zuerst. Flint versuchte sich an den beiden vorbei zu schleichen, was leider kläglich scheiterte. Unsere nächste Aktion, ein frontaler Angriff, sollte durch eine Provo-kation eingeleitet werden, um die Oger zu uns zu locken. Also ging ich um die Ecke und schrie den beiden Ogern zu sie würden beide schnarchen...die Reaktion darauf war etwas überraschend. Sie kamen beide auf mich zu und diskutierten mit mir was ich denn damit meinte und wer denn nun tatsächlich schnarchen würde. Während ich die Oger also so ablenkte gelang es meinen Kameraden die beiden Räume zu inspizieren und eine Karte und ein seltsames Artefakt zu bergen. Um die Un-terhaltung mit den Ogern zu beenden, versuchte ich sie gegeneinander aufzuhetzen, leider funktionierte das nicht, aber als ich sie auf die offenen Türen aufmerksam machte, konnte ich mich doch noch davonstehlen.
Da wir also auch in diesen Räumen nichts entdeckten, das nach einem blauen Edelstein aussah, machten wir uns auf um es doch noch mit den Golems auf zunehmen.
Flint begann den Kampf mit einem Schuss aus dem Flaschenwerfer, den wir ganz am Anfang gefunden hatten und einer Flasche aus dem Raum mit der Tafel.
Die Flüssigkeit schien einen großen Effekt auf den Golem zu haben, denn die Stelle, an der er getroffen wurde zerfloss vor unseren Augen. Flint schien jedoch die Wirkung der Waffe etwas unter-schätzt zu haben, jedenfalls wurde er auf die gegenüberliegende Plattform geschleudert und einem der jetzt erwachenden Golems direkt vor die Füße, welcher auch gleich den Zwergen wieder in die Mitte des Ganges kickte.

Jetzt ging der Kampf so richtig los. Sturm und ich stürmten auf die linke Plattform während Ri-verwind und Tanis die rechte übernahmen. Die Frauen beschlossen die Wirkung des Wassers auszu-nutzen und fingen an die Golems vom Gang aus mit Wasser zu bespritzen. Goldmoon beschwor sogar große Mengen an Wasser direkt über den Golems.
Als dann endlich der letzte Golem zu Schlamm zerfloss, entdeckten wir auch, wofür wir so lange gesucht hatten. Einer der Golems hatte das Podest auf dem der blaue Edelstein saß verdeckt, so dass wir anfangs einfach daran vorbeimarschiert sind. Mit dem Stein gelang es uns die Falltür zu öffnen, die uns auf die andere Seite des Plateaus führte, und wir somit den Vulkan noch einmal richtig herum betrachten konnten. Hier fanden wir auch ei-nen schimmernden Durchgang, der uns zurück zur Eingangshalle brachte.
An Berems Situation hatte sich leider in der Zwischenzeit nichts geändert. Als wir jedoch den blauen Kristall in den Thron einsetzten wurde einer der Blitze die Behrem festhielten erst schwächer und erlosch dann vollkommen...gut, fehlen noch drei... Scheinbar hatte sich durch das einsetzen auch ein neuer Durchgang gebildet. Da wir bei der Rück-kehr in die Halle offensichtlich von allen Wunden und unserer Erschöpfung geheilt wurden, sahen wir keinen Grund nicht gleich die nächste Prüfung in Angriff zu nehmen. Auf der anderen Seite der schimmernden Wand fanden wir uns auf einer luftigen Plattform wieder...

To be continued.....

Vergangene Spieltage:
27.Juli 2003 : Erste Testrunde ohne den Helden der Lanze
23.August 2003 : Fortsetzung des Einführungsabenteuers mit der Testgruppe
21.September 2003 : DL1: Drachen der Verzweiflung Teil 1
2.November 2003 : DL1: Drachen der Verzweiflung Teil 2
21.Dezember 2003 : DL1: Drachen der Verzweiflung Teil 3
4.Februar 2004 : DL1: Drachen der Verzweiflung Teil 4
24.April 2004 : DL1: Drachen der Verzweiflung Teil 5 / DL2: Drachen der Flamme Teil 1
12.Juni 2004 : DL2: Drachen der Flamme Teil 2
28.August 2004 : DL2: Drachen der Flamme Teil 3
24.Oktober 2004 : DL2: Drachen der Flamme Teil 4
20.Februar 2005 : DL3: Drachen der Hoffnung Teil 1
27.Februar 2005 : DL3: Drachen der Hoffnung Teil 2
5.Mai 2005 : DL3: Drachen der Hoffnung Teil 3 / DL4: Drachen der Trostlosigkeit Teil 1
30.Juli 2005 : DL4: Drachen der Trostlosigkeit Teil 2
8.Oktober 2005 : DL4: Drachen der Trostlosigkeit Teil 3
17.Dezember 2005 : DL6: Drachen des Eises Teil 1
26.Februar 2006 : DL6: Drachen des Eises Teil 2
22. April 2006 : DL6: Drachen des Eises Teil 3
8. Juni 2006 : DL6: Drachen des Eises Teil 4
23. September 2006 : DL7: Drachen des Lichts Teil 1
11. November 2006 : DL7: Drachen des Lichts Teil 2
24. Februar 2007 : DL7: Drachen des Lichts Teil 3
26. Mai 2007 : DL8: Drachen des Krieges Teil 1
1. September 2007 : DL8: Drachen des Krieges Teil 2
10. November 2007 : DL8: Drachen des Krieges Teil 3
26. Januar 2008 : DL8: Drachen des Krieges Teil 4
22. März 2008 : DL10: Drachen der Träume Teil 1
10. Mai 2008 : DL9: Drachen der Täuschung Teil 1
2. August 2008 : DL9: Drachen der Täuschung Teil 2
18. Oktober 2008 : DL10: Drachen der Träume Teil 2
20. Dezember 2008 : DL10: Drachen der Träume Teil 3
28. Februar 2009 : DL10: Drachen der Träume Teil 4
18. April 2009 : DL9: Drachen der Täuschung Teil 3
3. Oktober 2009 : DL9: Drachen der Täuschung Teil 4
17. Oktober 2009 : DL10: Drachen der Träume Teil 5
29. Dezember 2009 : DL12: Drachen des Glaubens Teil 1
23. Januar 2010 : DL12: Drachen des Glaubens Teil 2
1. Mai 2010 : DL12: Drachen des Glaubens Teil 3
29. Mai 2010 : DL12: Drachen des Glaubens Teil 4
7. August 2010 : DL12: Drachen des Glaubens Teil 5
31. Oktober 2010 : DL12: Drachen des Glaubens Teil 6
26. Februar 2011 : DL12: Drachen des Glaubens Teil 7
28. Mai 2011 : DL12: Drachen des Glaubens Teil 8
6. August 2011 : DL13: Drachen der Wahrheit Teil 1